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Die architektonischen Modelle II
 

In dem 1620 entstandenen Heiligen Berg von Oropa ist die wiederholte Umsetzung der architektonischen Modelle deutlich ersichtlich, die sich anderorts bereits behauptet hatten. Zahlreiche Kapellen sind so gestaltet, dass sie an die in Varallo, Orta und Crea errichteten Gebäude erinnen. Die einzige Variante besteht hier nur in der Verwendung der vor Ort vorhandenen Materialien.

Die Wiederholung bereits verwendeter Modelle bekräftigt die Annahme, dass die Künstler vielseitig tätig waren - dafür ist Giovanni d'Enrico aus dem Valsesia das bedeutendste Beispiel - und an der Errichtung vieler Kapellen an mehreren Heiligen Bergen gleichzeitig arbeiteten.

In Ossuccio fand die Gründeridee in der Nachahmung des nahe gelegenen Heiligen Bergs von Varese ihren Anstoß. In der Struktur der vierzehn Kapellen umfassenden, zwischen 1623 und 1688 errichteten Anlage spiegelt sich das Werk des Bernasconi wider. Nach einer gut laufenden Anfangsphase wurde sie jedoch erst viel später fertig gestellt und die Schwierigkeiten bei der Beschaffung ausreichender finanzieller Mittel führten zu weitaus bescheideneren architektonischen Lösungen.

Die Kapellen aus dem XVIII. Jahrhundert bestehen aus drei Gebäuden, die auf spätbarocke, bereits in Orta angewendete Modelle zurückgehen und die gemeinsam mit einer antiken Kirche und einem unter einem Bogengang führenden Kreuzweg den Heiligen Berg der Heiligen Dreifaltigkeit von Ghiffa bilden.

Die vierzehn Kapellen des Heiligen Kalvarienbergs von Domodossola wurden auf der Grundlage eines architektonischen Bauprojekts von 1656 errichtet, das Tommaso Lazzaro aus dem Intelvi-Tal zugeschrieben wird. Sie waren bereits im Jahr 1666 fertig gestellt und ihre Typen und Modelle entsprechen denen von Orta, vielleicht auf Empfehlung des Bussola, der in der gleichen Zeit dort als Bildhauer arbeitete.

Die sechzehn Kapellen von Belmonte, die Pater Michelangelo da Montiglio nach 1712 errichten ließ und Werk eines anonym gebliebenen Architekten sind, stellen verschiedene Auslegungen einer einzigen Typologie dar, die aus einem Raum mit viereckigem, rechteckigem oder elliptischem Grundriss und polygonaler Apsis besteht, vor der sich ein kleiner Bogengang befindet, von dem aus die heilige Darstellung sichtbar ist. Die Gebäude sind bescheiden in Ausführung und Größe, mit Ausnahme der Kapelle des Kreuztodes mit achteckigem Grundriss und ringförmigem Portikus, für die eine erhabenere Form gewählt wurde, wie bereits in Domodossola.


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Texte von:
F. Fontana, R. Lodari, P. Sorrenti, Luoghi e vie di pellegrinaggio. I Sacri Monti del Piemonte e della Lombardia, 2004, herausgegeben vom Dokumentationszentrum für Sacri Monti, Kalvarienberge und Europäische Andachtsstätten.

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