English Italiano Francais Deutsch Espanol  
Datebank des Dokumentationszentrums
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
-
 
 
Ausstellungen
-
Kalvarienberge und Kreuzwege in der Slowakei
 
Kalvarienberge und Kreuzwege in der Slowakei


Die Ausstellung Calvari e Vie Crucis in Slovacchia (Kalvarienberge und Kreuzwege in der Slowakei), die vom 19. Oktober bis 5. November 2006 im Museo della Montagna in Turin zu sehen war, ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen dem Kulturministerium der Slowakischen Republik und dem Dokumentationszentrum der europäischen Sacri Monti, Kalvarienberge und Andachtsstätten.
Mit Fotos, Zeichnungen und topographischen Karten, begleitet von klaren, knappen Texten, präsentierte die Ausstellung die Merkmale der Kalvarienberge und Kreuzwege in der Slowakei. Im Mittelpunkt standen dabei der Kalvarienberg von Bratislava aus dem 17. Jahrhundert und die Barockkomplexe in Banska Štiavnica, Prešov und Košice.
Die Ausstellung, zusammengestellt von der Kuratorin Katarína Kosovà, Leiterin des Denkmalschutzamts der Slowakischen Republik, illustrierte und bereicherte die im Jahr 2002 begonnene Untersuchung der europäischen Kultur der letzten Jahrhunderte, die tief von der christlichen Religion geprägt ist. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf den Episoden aus dem Leben Christi, das mit seiner Verurteilung zum Tode und dem Gang nach Golgatha gipfelt, wo er gekreuzigt wurde. Dieses Ereignis, das den Moment der Erlösung der Welt darstellt, ist in der christlichen Interpretation zu einem der eindrucksvollsten Themen geworden, das viele interessante Kunstwerke angeregt und inspiriert hat. Dazu gehören auch die Kalvarienberge und später die Kreuzwege, die es in ganz Europa gibt und die in verschiedenen Formen die Stationen auf dem Weg darstellen, den Christus zum Kreuz zurücklegte.
In Norditalien führte die spätmittelalterliche Tradition bereits 1491 in Varallo zur Errichtung einer Grabstätte, die dann der Prototyp des Sacro Monte wurde. Hier wurde ein großer Komplex von Gebäuden mit erzählenden Darstellungen der verschiedenen Stationen mit zahlreichen Figuren angelegt. Im Laufe des 16. und 17. Jahrhunderts gab diese Anlage den Impuls zum Bau anderer Heiliger Berge, vor allem im Piemont und der Lombardei: Crea, Domodossola, Ghiffa, Orta und Varese zum Beispiel.
In der Slowakei gehören Kalvarienberge und Kreuzwege im Freien zu den Ausdrucksformen des religiösen Lebens. Diese spezifischen Sakralanlagen bildeten das ausschließliche Thema der Ausstellung. Die überwiegend architektonischen oder bildhauerischen Werke bergen in sich bedeutungsvoll den Charakter des ganzen Landes, aber auch das innerliche Leben und die Gefühle der Menschen, die sie erschufen. Das künstlerische Niveau dieser Werke ist sehr verschieden, aber gleichzeitig sind sie ein beredter Ausdruck für die unterschiedlichen sozialen, kulturellen und auch wirtschaftlichen Zustände ihres Umfelds.

Einen Schwerpunkt widmete die Ausstellung dem Kult der Passion in Mitteleuropa und der Errichtung der ältesten Kalvarienberge in der Slowakei um die Mitte des 17. Jahrhunderts. Die Kalvarienberge wurden in chronologischer Folge nach ihrer Entstehung vorgestellt, die Kreuzwege seit ihren Anfängen in der Slowakei im 18. Jahrhundert bis zu ihrer zunehmenden Verbreitung im Volk im 19. und 20. Jahrhundert.


    Credits    Sitemap

Testata giornalistica registrata al Tribunale di Torino (n.14 del 02/04/2009)
Sacrimonti.net UNESCO PROGETTO INTERREG ITALIA SVIZZERA Beni Culturali REGIONE LOMBARDIA Regione Piemonte